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Eigenerzeugung, Photovoltaik

Sie planen, eine elektrische Erzeugungsanlage, wie z. B. eine Photovoltaikanlage, zu bauen? Wir freuen uns über den Anschluss Ihrer geplanten Eigenerzeugungsanlage.

Entsprechend den gesetzlichen Vorgaben sind wir als Netzbetreiber dazu verpflichtet, Anlagen zur Eigenerzeugung von Strom an unser Netz anzuschließen.

Um einen möglichst schnellen und unkomplizierten Anschluss Ihrer Eigenerzeugungsanlage zu gewährleisten, empfehlen wir Ihnen bei der Errichtung der Erzeugungsanlage nach diesem Leitfaden vorzugehen.

 

Für die Überprüfung der Netzanschlussfähigkeit und Netzverträglichkeit sowie die Festlegung des Netzverknüpfungspunktes, müssen alle Erzeugungsanlagen vor Inbetriebnahme schriftlich angemeldet werden.

Bitte beachten Sie, dass mindestens die nachstehenden Unterlagen vollständig einzureichen sind:

  • Anmeldung Eigenerzeugungsanlage
  • Datenblatt Photovoltaik
  • Lageplan (sollten sich mehrere Gebäude auf dem Grundstück befinden, so ist die genaue Lage der Anlage zu kennzeichnen)
  • behördliche Genehmigung (soweit erforderlich)
  • Konformitätsbescheinigung (Erzeugungseinheit und NA-Schutz)
  • Unbedenklichkeitsbescheinigung

Nach Ihrer Anmeldung erhalten Sie von uns eine schriftliche Bestätigung über die erfolgte Netzprüfung. Die Netzprüfung ist acht Wochen gültig. Wenn Sie eine Anschlusszusage von uns erhalten haben, können Sie innerhalb dieser Gültigkeit mit der Errichtung Ihrer Photovoltaikanlage beginnen.

Eine Netzverträglichkeitsprüfung wird nur durchgeführt, wenn die oben angegebenen Unterlagen vollständig eingereicht sind. Bitte beachten Sie den Bearbeitungszeitraum von bis zu 10 Werktagen.

Nachdem Sie von uns eine Anschlusszusage erhalten haben, können Sie mit der Errichtung Ihrer Photovoltaikanlage beginnen. Eigenerzeugungsanlagen sind so zu errichten und zu betreiben, dass ein störungsfreier Parallelbetrieb mit dem öffentlichen Netz gewährleistet ist. Bei der Errichtung und dem Betrieb sind die jeweils gültigen gesetzlichen Regeln und technischen Bedingungen zu beachten. Insbesondere sind die folgenden Regelwerke zu beachten:

  • die jeweils gültigen gesetzlichen und behördlichen Vorschriften,
  • die VDEW-Richtlinie „Eigenerzeugungsanlagen am Niederspannungsnetz“ in Verbindung mit den VDN-Ergänzungen,
  • die VDEW-Richtlinie „Eigenerzeugungsanlagen am Mittelspannungsnetz“ in Verbindung mit den BDEW-Ergänzungen,
  • die einschlägigen DIN-VDE Normen insbesondere der VDE AR-N 4105,
  • die Bestimmungen und Richtlinien des Netzbetreibers, insbesondere die „Technischen Anschlussbedingungen (TAB)“ und die Niederspannungsanschlussverordnung (NAV).

Nachdem die Photovoltaikanlage angemeldet und die Installationsarbeiten abgeschlossen sind, erfolgt durch ein Elektrofachunternehmen, dass in ein Installationsverzeichnis eines Netzbetreibers eingetragen ist, die Inbetriebnahme.

Während der Inbetriebnahme ist durch den eingetragenen Installateur das Inbetriebsetzungsprotokoll auszufüllen. Durch das Inbetriebsetzungsprotokoll wird dem Netzbetreiber versichert, dass die Photovoltaikanlage nach den oben genannten Regelwerken errichtet wurde. Das vollständig ausgefüllte Inbetriebsetzungsprotokoll reichen Sie bitte unaufgefordert bei uns ein.

Für die Zählermontage sind wir mit einem Inbetriebsetzungsantrag zu beauftragen. Die Zählersetzung kann nur erfolgen, wenn alle oben genannten Unterlagen vollständig eingereicht worden sind.

Bitte planen Sie für den Zählersetzungstermin eine Vorlaufzeit von mindestens fünf Werktagen ein.

Bitte beachten Sie, dass für betriebsbereite Photovoltaikanlagen, die vor einem Stichtag zur Vergütungsänderung aus terminlichen Gründen nicht in Betrieb gesetzt werden konnten, ein schriftlicher Nachweis eingereicht werden muss. Dieser Nachweis muss durch Zeugen und Fotos von den Modulen und Wechselrichtern sowie von einem sichtbaren Abnehmer, wie zum Beispiel eine Glühlampe, erfolgen. Dadurch besteht ein Anspruch auf die jeweils geltende Vergütung. Die Nachweise sind vor dem Stichtag bei den Stadtwerken Bad Salzuflen GmbH einzureichen, gerne auch per E-Mail an eek-kwk@stwbs.de.

Das entsprechende Formular finden Sie in unserem Downloadbereich.

Bitte beachten Sie, dass Photovoltaikanlagen durch den Anlagenbetreiber bei der Bundesnetzagentur zu melden sind. Die Meldung kann auf der Homepage der Bundesnetzagentur unter folgendem Link durchgeführt werden.

Bitte reichen Sie die Registrierungsbestätigung der Bundesnetzagentur mit der Registriernummer bei uns ein.

„Betreiberinnen und Betreiber von Photovoltaikanlagen (PV-Anlagen) sind verpflichtet, der Bundesnetzagentur neu in Betrieb genommene PV-Anlagen zu melden. Der Netzbetreiber ist  anderenfalls nicht zur Vergütung von Stroms nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) verpflichtet“ (Information der Bundesnetzagentur).

Nach der Inbetriebnahme erhalten Sie ein Datenblatt, auf dem Sie bitte Ihre Bankverbindung und ggf. Ihre Steuernummer eintragen. Da das Steuerrecht unter bestimmten Voraussetzungen verschiedene Möglichkeiten zulässt (z. B. Kleinunternehmerregelung), empfiehlt es sich, einen Steuerberater, Fachanwalt oder das zuständige Finanzamt als Rat hinzuzuziehen. Wie der Anlagenbetreiber steuerlich behandelt wird, sollte in jedem Fall vor der Inbetriebnahme durch den Anlagenbetreiber geklärt werden. Der Netzbetreiber kann hierzu keine Aussage treffen.

Die Vergütungshöhe richtet sich nach der Größe Ihrer Photovoltaikanlage, dem Inbetriebnahmezeitpunkt und die Art der Einspeisung (z. B. Selbstverbrauch). Auf Basis der Anlagendaten errechnen wir Ihren Vergütungsanspruch und teilen Ihnen diesen auf Anfrage, spätestens aber nach der Inbetriebnahme mit. Wirtschaflichkeitsbetrachtungen oder Begutachtungen von Anlagenkonzepten führt die Stadtwerke Bad Salzuflen GmbH nicht durch.

Nach dem § 21 EEG wird die Vergütung für zwanzig Jahre gezahlt. Anlagenbetreiber erhalten von uns elf angemessene monatliche Abschläge. Im Januar erstellen wir auf Grundlage der Zählerstände vom 31. Dezember des Vorjahres eine Jahresabrechnung.

Voraussetzung für die Vergütungszahlungen ist die Registrierung Ihrer Photovoltaikanlage bei der Bundesnetzagentur (BNetzA) sowie die Erfüllung der technischen Anforderungen zum Einspeisemanagement.

Wir weisen darauf hin, dass Anlagenbetreiber nach den gesetzlichen Bestimmungen, gemäß § 6 Absatz 1 und 2 des Erneuerbare-Energien-Gesetz 2012 (EEG), ihre Photovoltaikanlage so auszulegen haben, dass diese am Einspeisemanagement teilnehmen kann.

Das Einspeisemanagement bedeutet eine zeitweilige Reduzierung der Einspeiseleistung von EEG-Anlagen. Die am Einspeisemanagement teilnehmenden Anlagen, werden bei einer Netzüberlastung durch ein ferngesteuertes Signal zur Reduzierung der Einspeiseleistung aufgefordert. Nach der Netzüberlastung wird die Anlage durch ein erneutes Signal wieder zur vollständigen Einspeiseleistung aufgefordert. Die dabei anfallenden Kosten für die Umrüstung sind von dem Anlagenbetreiber zu tragen.

Sind die Anforderungen für das Einspeisemanagement nicht erfüllt, besteht gemäß § 17 Abs. 1 EEG kein Anspruch auf Vergütungszahlung. Reichen Sie bitte die Einbaubestätigung unverzüglich nach Inbetriebnahme Ihrer Photovoltaikanlage bei uns ein, um Vergütungskürzungen zu vermeiden. Dem Anlagenbetreiber werden die eventuell durch das Einspeisemanagement entstandenen Vergütungsausfälle gemäß § 12 Abs. 1 EEG erstattet.

Ihre persönliche Ansprechpartnerin

Bei Fragen rufen Sie uns gern an: 

Wayra Linnemann

Tel. 05222 808 - 290
E-Mail: eeg-kwk@stwbs.de