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In Bad Salzuflen haben GUTE WERKE Geschichte.

Bis zum 14. Juni 1972 waren die Stadtwerke ein Eigenbetrieb der Stadt Bad Salzuflen. Danach verwandelten sie sich in eine GmbH, die heute über die Wirtschaftsbetriebe Bad Salzuflen GmbH immer noch zu 100 Prozent in städtischer Hand ist. Die Wurzeln dieser städtischen GmbH reichen zurück bis ins 19. Jahrhundert. Hier ein kleiner Überblick, wie sich die Stadtwerke seitdem entwickelt haben.

 

1899 war die Stadtverordnetenversammlung der Überzeugung, dass eine elektrische Beleuchtungsanlage für die Stadt noch zu kostspielig und unrentabel sei. Man entschied sich, die vorhandenen Petroleum-Straßenleuchten durch Gasleuchten zu ersetzen und nahm Verhandlungen mit Hoffmann's Stärkefabriken auf. Dieses Unternehmen sollte die Gaslieferung für die Stadt Salzuflen übernehmen.

1901 baute man deshalb von der Fabrik Hoffmann's Stärke aus¬gehend ein Versorgungsnetz auf. 

1903 erhielt auch die Fürstlich-Lippische Badeverwaltung einen Gasanschluss, um über einen Gasmotor das Gradierwerk an der Parkstraße zu betreiben. Ferner erhielt das Kurhaus eine moderne Gasbeleuchtung. Bemerkenswert: Das ganze Staatsbad benötigte nur 5000 Kubikmeter Gas im Jahr; eine Menge, die heute allein schon ein Zweifamilienhaus mit 200 Quadratmeter Wohnfläche zum Heizen verbraucht.

1934 entschieden sich Bad Salzuflen und Schötmar dazu, das seit 1930 von der Westfälischen Ferngas AG angebotene - und preiswertere - Ferngas zu beziehen. Am Fischers¬kamp entstand für Bad Salzuflen eine Übergabestation und für Schötmar eine an der Uferstraße.

1938 entstand an der Lohheide mit einer Leistung von 125 Kubikmetern pro Stunde eine weitere Übergabestation: Der Versorgungsdruck war in dieser Region zuvor zu gering gewesen. Bis dato waren drei Behälteranlagen à 100 Kubikmeter Inhalt in Bad Salzuflen aufgestellt, in Schötmar zunächst nur eine. 1950 entstand an der Schloßstraße (Auf dem Wisch) eine dritte Übergabestation.

Erst 1964 musste man für Bad Salzuflen eine zweite Einspeisung an der Walhallastraße (Hoffmann's Stift) aufstellen. Da Bad Salzuflen von vornherein großzügiger geplant hatte, war die Erweiterung erst so spät nötig.
 

1967 war es erforderlich geworden, die Druckbehälter vom Fischerskamp nach Werl zu verlegen, denn dort gefährdeten sie die Bebauung nicht. Gleichzeitig erneuerte man an der Werler Straße die Übergabestation und verstärkte die Leistung auf 7000 Kubikmeter pro Stunde.

1969 ergaben sich als Folge der Großgemeindebildung erneut neue Dimensionen für die Versorgung. Immer mehr Ortsteile fanden Anschluss an das Netz. Aufgrund kontinuierlicher Neuerschließungen benötigte man vier weitere und noch größere Übergabestationen: 1978 Rathaus, 1981 Werl, 1984 Daimlerstraße - alle mit einer Leistung von 7000 Kubikmetern pro Stunde sowie Lockhausen mit 2000 Kubikmetern pro Stunde. Die alten Stationen in der Lohheide und in Holzhausen (Fahrradfabrik Sudbrack) hatten ausgedient.

1990 waren dann auch die Ortsteile Knet¬terheide, Holzhausen und Ehrsen-Breden an das Versorgungsnetz angeschlossen. Das Ortsnetz Werl erwarb man von der WFG.

1997 kamen zuguterletzt die Ortsteile Waldemeine, Wüsten, Grastrup, Retzen, Ahmsen und Lockhausen ans Netz. Der Ortsteil Wülfer folgte 1998/99. Aus knapp 100.000 Kubikmeter geliefertem Stadtgas im Jahre 1902 wurden 54,7 Millionen Kubikmeter im Jahre 1998. 

Am 23. Januar 1900 fasste die Stadtverordnetenversamm¬lung den einstimmigen Beschluss, mit der städtischen Wasserversorgung zu beginnen. Man bewilligte zunächst 1000 Mark für Bohrversuche. Der Grund: Gegen Ende des letzten Jahrhunderts standen der Magistrat und die Stadtverordnetenversammlung von Salzuflen vor technischen und hygienischen Problemen. Das Staatsbad hatte große Anstrengungen unternommen, das Baden in Salzuflen bekannt zu machen. Die Zahl der verabreichten Bäder stieg von 1895 bis 1899 von 17.000 auf 40.000 pro Jahr. Die Bürger der Stadt hatten sich dar¬auf eingestellt, Kurgäste aufzunehmen und zu ver¬pflegen und mit Recht konnte die Badeverwaltung darauf hinweisen, dass der Nutzen der Stadt am Badebetrieb fünf- bis sechsmal höher sei als der des Bades selbst.

1902 erhielt das Unternehmen R. Crastorf aus Hannover den Auftrag für die Erschließung der Meierjo¬hann'schen Quellen. Umgehend begann man mit dem Bau der Wasserversorgungsanlagen und die Zeit der Hausbrunnen ging zu Ende. Wer sich ab 1902 an die zentrale Wasserversorgung anschließen ließ, erhielt einwandfreies Quellwasser aus einem Hochbehälter an der Salzufler Straße. Die Pumparbeit übernahm ein hochmoderner Dieselmotor. 

1911 entschied man sich in Bad Salzuflen zur Einführung der neu aufkommenden elektrischen Energie. Die Firma Bockelmann und Kuhlo aus Herford erhielt den Auftrag, die Stromversorgung in Bad Salzuflen aufzubauen. Bereits am 27. März 1911 lagen 210 Anschlussanträge vor. 2619 Glühlampen und 101 PS Motorleistung waren zu versorgen. In Werl waren dazu zwei Wasserturbinen mit 52 und 46 PS zu installieren. Sie trieben Gleichstromerzeuger von 43 Kilowatt bzw. 2 x 11 Kilowatt an. Von der Stadt Herford erwarb man zusätzlich einen gebrauchten Sauggasmotor, der mit einem Gleichstromgenerator von 63 Kilowatt gekoppelt war. Zur Abdeckung von Starklasten speicherte man in der früheren Kampstraße (heute Kindergarten Hermannstraße) elektrische Energie in einer Bleibatterie.

1913 entschied man sich auch in Schötmar und Retzen, eigene Ortsversorgungen aufzubauen. In dieser Zeit befassten sich die Abgeordneten des Lippischen Landtags intensiv mit dem Aufbau einer flächendeckenden Elektrizitätsversorgung. Der Magistrat der Stadt Bad Salzuflen wehrte sich. Während des ersten Weltkriegs änderte sich nichts. Die Selbstständigkeit blieb erhalten.

Am 6. Dezember 1918 führte ein großer Maschinendefekt in Werl zwangsweise zur Annäherung an Hoffmann's Stärkefabriken, die für ihren Betrieb Drehstrom erzeugten. Nach einigen Verhandlungen war man bereit, Trans¬formatoren und Einankerumformer aufzustellen und an Werktagen Strom (40 Kilowatt, 2 x 220 V) zu liefern. An Sonn- und Feiertagen gab es Strom nur nach Eintritt der Dunkelheit. (Die gleiche Regelung galt für die Stadt Schötmar.)

1920 schloss der Kreis Lippe mit dem Elektrizitätswerk Wesertal GmbH Hameln einen Konzessions- und Lieferungsvertrag mit dem Ziel, die elektrische Energiebeschaffung für Bad Salzuflen durch den Anschluss an die Überlandzentrale zu sichern. Die Gemeinden liefen Sturm. Eine Art Interessengemeinschaft Wesertal bildete sich und man schaltete eine technische Beratungsstelle in Bielefeld ein. Als Ergebnis der Verhandlungen erhöhten Hoffmann's Stärkefabriken erneut die Leistung um 140 Kilowatt und sie lieferten auch Drehstrom (500 V).

Am 31. August 1939 kam die Stadt Schötmar als Kunde zur Wesertal GmbH, ohne ihre Selbstständigkeit aufgeben zu müssen. Die Stromlieferung von Hoffmann's Stärkefabriken wurde eingestellt und Bad Salzuflen konnte mehr Strom beziehen.

Am 15. Juni 1972 verwandelten sich die Stadtwerke Bad Salzuflen in eine GmbH. Als hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt Bad Salzulfen besteht das Unternehmen bis heute.

Ab 1990 begannen die Stadtwerke Bad Salzuflen damit, eine Wärmeversorgung aufzubauen. Das erste Projekt war das Schulzentrum Lohfeld in Verbindung mit dem Kreiskrankenhaus an der Heldmanstraße. Grundgedanke war eine bessere Nutzung der Primärenergie Gas, indem man im Grundlastbereich der Wärmeversorgung gleichzeitig elektrische Energie erzeugte.

2002 eröffnete die erste Erdgastankstelle in Bad Salzuflen. Mit der Kraftstoffalternative Erdgas (CNG) kann man im Vergleich zu Diesel- und Benzinfahrzeugen einen beträchtlichen Anteil an Schadstoffemissionen und CO2 vermeiden. Marktpartner auf diesem Gebiet ist die ARAL Tankstelle in der Werler Straße in Bad Salzuflen.
 

2003 Beim ersten Bürgerentscheid in der Geschichte Bad Salzuflens hat die überwiegende Mehrheit den Verkauf von Anteilen der Stadtwerke Bad Salzuflen abgelehnt. Die Stadtwerke bleiben weiter in alleiniger Hand der Stadt.

2006 erhielten die Stadtwerke Bad Salzuflen für ihr optimal organisiertes technisches Sicherheitsmanagement mit dem TSM-Zertifikat (Technisches Sicherheitsmanagement) eine begehrte Auszeichnung. Die Prüfungen nahmen der Deutsche Verband der Gas- und Wasserwirtschaft (DVGW), der Verband der Netzbetreiber (VDN) und die Arbeitsgemeinschaft Fernwärme (AGFW) vor. Der DVGW und die AGFW schrieben den Stadtwerken ins Stammbuch: "Ein solch gutes Ergebnis hatten wir schon länger nicht. Die Qualität entspricht der großer Unternehmen wie etwa den Stadtwerken Hannover."


2007 waren die Stadtwerke Bad Salzuflen von diversen Umstrukturierungen der städtischen Beteiligungsgesellschaften betroffen. In den folgenden Jahren werden deshalb die Stadtverkehrsgesellschaft mbH (SVG) sowie der Bereich Parkraumbewirtschaftung in die Geschäftsbereiche der Stadtwerke Bad Salzuflen integriert. Die organisatorischen Veränderungen sollen zur optimalen Nutzung von Synergieeffekten beitragen und damit Kostensenkungen für den städtischen Haushalt erzielen.

2008 waren die Umstrukturierungsmaßnahmen abgeschlossen. Seit dem 1. Januar 2008 haben die Stadtwerke Bad Salzuflen die Geschäftsfelder "Stadtbus" und "Parkraumbewirtschaftung" offiziell übernommen.

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