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Stadtwerke Bad Salzuflen trotzen der Krise

14.05.2020

Stadtwerke sehen sich weiterhin gut aufgestellt


Bei dem Jahrespressegespräch der Stadtwerke Bad Salzuflen präsentiert sich das Tochterunternehmen der Stadt, trotz Corona-Krise, wirtschaftlich robust und zukunftsorientiert. Die Auswirkungen der Pandemie machen zwar keinen Halt vor den Salzufler Werken, der Lokalversorger zeigt sich aber zuversichtlich. Es sind umfangreiche Investitionen in diesem Jahr geplant, um die Bereiche der Energie- und Trinkwasserversorgung, Mobilität und Bäderbetriebe zu stärken. Dazu gehört auch der lokale Klimaschutz, der sich in diversen Projekten widerspiegelt.

Die Stadtwerke Bad Salzuflen werden das Geschäftsjahr 2019 erfolgreich abschließen. Nach aktueller Hochrechnung wird der Gewinn 2019 voraussichtlich 6,5 Mio. Euro betragen, der zu 100 % an die Stadt Bad Salzuflen fließen wird. Für das laufende Geschäftsjahr sind umfassende Investitionen von rund 8,4 Mio. Euro geplant.

Bäderbetrieb neues Stadtwerke Geschäftsfeld
Die Stadtwerke haben zum Jahresanfang das Hallenbad Lohfeld und das Freibad Bega Bad von der Stadt Bad Salzuflen übernommen.

„Wir sind uns sicher, dass die Stadtwerke auch die Bäder erfolgreich betreiben werden. Durch einen steuerlichen Querverbund kann die Kommune jährlich sehr viel Steuern sparen“ freut sich Eduard Böger, Aufsichtsratsvorsitzender der Stadtwerke Bad Salzuflen.

Die Corona-Pandemie führte jedoch zu einer frühzeitigen Schließung des Lohfeld-Bades. Das Freibad Bega Bad kann frühestens Anfang Juni mit strengen Auflagen von Abstand und Hygiene eröffnet werden. Die Besucheranzahl ist zunächst auf 300 Badegäste begrenzt. Um mehr Badegäste zu ermöglichen werden Zeitkontingente angeboten.

„Wir freuen uns, dass die Freibad-Saison nicht ins Wasser fällt. Wir haben bereits ein umfassendes Schutzkonzept erarbeitet, mit dem wir die Gäste und unser Bäderpersonal bestmöglich schützen. Neben den bekannten Maßnahmen wie Bereitstellung von Desinfektionsmitteln, Schutzscheiben aus Plexiglas und Markierungen für den Mindestabstand wird ein Wachdienst für zusätzliche Sicherheit sorgen. Wir prüfen aktuell die Möglichkeit eines Online-Ticket-Systems“ erklärt Stadtwerke Geschäftsführer Volker Stammer.

Über alle weiteren Hinweise und Maßnahmen werden die Badegäste vor Ort direkt informiert.

Bislang haben sich die Stadtwerke im Bereich der Bäder vor allem um die Themen Sicherheit, Organisationshandbücher und technische Anlagen gekümmert. So konnte das beliebte Frühschwimmen seit März wieder ermöglicht werden. Im Bega Bad gibt es mit der bekannten Firma Daubel einen neuen Kiosk-Betreiber. Zusätzlich wird die Aufenthaltsqualität auch durch neue Liegen verbessert.

Aber es stehen auch noch weitere Veränderungen bevor. Die Stadtwerke führen eine Besucherbefragung durch um weitere Wünsche und Anregungen zu berücksichtigen.


Kontinuierliche Weiterentwicklung im Bereich der Wärmeversorgung
Die Wärme für beide Schwimmbäder stellen die Stadtwerke durch ihre Blockheizkraftwerke bereit.  

„Für die Stadtwerke Bad Salzuflen ist die Fernwärmeversorgung seit vielen Jahren ein wichtiger Baustein, um den lokalen Klimaschutz voranzutreiben und die CO2-Emissionen zu reduzieren. Jährlich werden so rund 19.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart“ erklärt Volker Stammer.

Die Stadtwerke betreiben elf hocheffiziente Heizkraftwerke. 2020 wollen die Stadtwerke 1,5 Mio. Euro in die Anlagen und die Netzinfrastruktur investieren.

„Unsere Kraftpakete erzeugen im Jahr rund 37 Millionen Kilowattstunden Strom und werden teilweise sogar mit Klärgas oder Bioerdgas betrieben. Ein Großprojekt in diesem Jahr ist der Austausch unseres mit Klärgas betriebenen Blockheizkraftwerks an der Ziegelstraße“ informiert Stammer.


Photovoltaik-Freiflächenanlage an der Kriegerheide
Auch im Bereich der Stromerzeugung aus Photovoltaik investieren die Stadtwerke. Auf einer Fläche von 8.000m² in der Kriegerheide wird aktuell eine Freiflächenanlage installiert. Das Sonnenkraftwerk ist für eine Spitzenleistung von 750 Kilowatt konzipiert, damit gehört sie zu den größten Photovoltaikanlagen in Bad Salzuflen. Durch die umweltfreundliche Stromerzeugung werden jährlich etwa 90.000 kg CO2 in Bad Salzuflen eingespart. Die Gesamtsumme der Investition beträgt rund 600.000 Euro.

„Mit unserem Energiekonzept wollen wir gezielt die Strom-Eigenerzeugung in Bad Salzuflen erhöhen“ freut sich Stadtwerke-Chef Volker Stammer über die Neuanlage. „Wir erzeugen bereits rund 45 % des Strombedarfs unserer Haushaltskunden selbst, bis 2022 wollen wir die Hälfte selbst erzeugen“ so Stammer weiter.

Die Photovoltaikanlage wird Anfang Juni fertig gestellt. Dann erzeugt sie pro Jahr rund 680.000 Kilowattstunden Strom, dies entspricht dem Bedarf von rund 350 Haushalten. Es ist angedacht, den erzeugten Strom für eine Elektrobus-Ladestation zu verwenden.


Elektrobusse ab 2022
„Die Stadtwerke Bad Salzuflen leisten mit ihren sechs Stadtbussen bereits seit über 25 Jahren einen großen Beitrag zum Klimaschutz. Ab 2022 wird dieser Beitrag durch die komplette Umstellung auf Elektroantrieb noch einmal deutlich gesteigert“ freut sich Eduard Böger.

Die Busflotte der Stadtwerke soll ab 2022 auf vollelektrischen Betrieb umgestellt werden. Seit zwei Jahren haben die Stadtwerke mit einem Hybridbus bereits sehr gute Erfahrungen gemacht.

 „Die vollelektrischen Batteriebusse werden nicht nur leiser fahren, sondern auch den CO2-Ausstoß drastisch reduzieren. Da unsere E-Busse ausschließlich mit Ökostrom fahren werden, haben sie eine exzellente CO2-Bilanz. Wir sparen so jährlich rund 2.000 Tonnen CO2 ein“ erklärt Stammer.

Der E-Busbetrieb wird für die Fahrgäste keine Fahrplanänderungen oder höhere Preise bedeuten. Der Wechsel zu alternativen Antrieben wird von der Bundesregierung gefördert. Bis zum Jahr 2025 müssen 45 Prozent der Busse im ÖPNV entsprechend ausgestattet sein. Den Stadtwerken wurde die Finanzspritze von der Bundesregierung bereits zugesprochen.


Mobilitätskonzept - Optimierung der Mobilitätsangebote
Im Projekt namens „smarte Mobilität“ wollen die Stadtwerke neue Mobilitätsangebote entwickeln, aber auch bestehende verbessern. Der Aufsichtsrat der Stadtwerke hat die Investitionen von rund 90.000 Euro freigegeben. So wird das Parken per Smartphone möglich, die Parkhäuser werden digitaler und die Zahlungsvorgänge vereinfacht. Stadtbus und Parken wird verknüpft, Kunden mit einem aktuell gültigen Parkhausticket dürfen den Stadtbus während der Parkdauer kostenlos benutzen.

„Mobilität ist eines der Grundbedürfnisse der Menschen und entwickelt sich weltweit rasant weiter. Es geht nicht nur um die schnellsten Verbindungen, sondern auch um Nachhaltigkeit, Flexibilität und Barrierefreiheit. Die vielen Angebote der Stadtwerke zu vernetzen und sogar noch auszubauen birgt ein großes Potenzial“ so Volker Stammer.


Guter Autostrom – Stromtarif für Elektromobilität
Die Stadtwerke unterstützen auch die Elektromobilität der Kunden. Es gibt eine finanzielle Unterstützung bei der Anschaffung von Ladestationen für Zuhause. Neu ist jetzt auch ein besonderer Stromtarif, mit dem Kunden ihre Elektroautos vergünstigt aufladen können. In der so genannten Niedertarif-Zeit, von 22 Uhr abends bis 6 Uhr in der Früh, kostet der Strom fast ein Viertel weniger. Das Auto steht in der Regel in dieser Zeit sowieso ungenutzt in der Garage. Die Stadtwerke können den Strom zu diesen Schwachlast-Zeiten vergünstigt anbieten, da es hierfür besondere Netzgebühren gibt.

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Intelligente Stromzähler
Die Stromzähler der Stadtwerke werden bald intelligenter. Damit könnten die Ladevorgänge der Elektroautos beispielsweise aufeinander abgestimmt werden.

„In einer Untersuchung haben wir festgestellt, dass unser Stromnetz bestens für die Weiterentwicklung der Elektromobilität gerüstet ist. Mit den intelligenten Messsystemen lassen sich aber auch die vielen Einspeiseanlagen koordinieren. Das sind die ersten Schritte zu einem smarten Netz“ so Stammer.

Diese Zähler werden für größere Stromkunden und Stromerzeuger verpflichtend. Zum Jahresende werden erste Testgeräte verbaut. Die Stadtwerke brauchen bei diesen Kunden dann unter anderem nicht mehr ablesen. In den nächsten drei Jahren werden rund 3.000 dieser Zähler installiert.


Brunnenbau in Retzen
Auch im Bereich der Trinkwasserversorgung wird in Langfristigkeit investiert. Nach jahrelanger Suche haben die Stadtwerke einen Standort für einen weiteren Brunnen gefunden. Läuft alles nach Plan, wird ab dem nächsten Jahr frisches Wasser aus einer Tiefe von 200 Metern in Retzen gefördert. Aktuell wird getestet, ob die Wasserqualität mit den guten Prognosen übereinstimmt.

„Wir sind stolz, dass unser Wasser in Bad Salzuflen weder aufbereitet noch chemisch behandelt werden muss. Die ersten Testergebnisse sind sehr gut. Wir hoffen, dass auch dieses Wasservorkommen eine ausgezeichnete Qualität haben wird. Der zusätzliche Brunnen macht unsere Wasserversorgung auch für extreme Trockenzeiten sicher. Wir sind kontinuierlich dabei, in Anlagen zur Trinkwassergewinnung zu investieren und die bestehenden Anlagen instand zu halten“ informiert Stammer.

Im besten Fall wird der neue Brunnen jährlich 150.000 Kubikmeter Wasser liefern, das entspricht gut fünf Prozent des gesamten Trinkwasserbedarfs für Bad Salzuflen. Für 2020 ist eine Investitionssumme von 1,2 Mio. Euro im Bereich der Wasserversorgung geplant.


Das Veranstaltungszentrum NETZWERK an der Uferstraße
Nach der Eröffnung des Informations- und Kommunikationszentrums „NETZWERK“ Ende 2018 haben die Stadtwerke das Gebäude ein Jahr lang erfolgreich betrieben. Neben eigenen Veranstaltungen wurde das NETZWERK auch von vielen lokalen Akteuren gemietet.

„Wir haben unser Angebot, dass sich lokale Firmen, Vereine oder die Politik bei uns einmieten können, nicht einmal bewerben müssen. Gleich zum Jahresanfang freuten wir uns über sehr viele Anfragen“ so Stammer.

So wurden die Räumlichkeiten im abgelaufenen Jahr 50 Mal gemietet. Für dieses Jahr gab es bereits die gleiche Anzahl an Vorreservierungen. Auf Grund der Corona-Pandemie konnten viele Veranstaltungen nicht durchgeführt werden.

„Auch für das NETZWERK erarbeiten wir momentan ein Konzept, wie wir mit Auflagen unseren Service wieder anbieten können. Wir sind zuversichtlich, dass in der zweiten Jahreshälfte die Räume wieder gemietet werden können“ informiert Stammer.


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