Bad Salzuflen – Aktuell läuft die finale Phase der Erdgasumstellung in Bad Salzuflen. Rund 12.000 Geräte werden umgestellt. Die Arbeiten laufen auf Hochtouren. Wichtig ist, dass alle Erdgaskunden mitwirken und den Zutritt der Monteure ermöglichen. Sonst drohen aus Sicherheitsgründen in Einzelfällen Sperrungen der Anlagen.
Der Countdown läuft: Am 14. April 2026 wird die Erdgasversorgung in Bad Salzuflen offiziell von L-Gas auf das energiereichere H-Gas umgestellt. Damit erreicht ein mehrjähriges Großprojekt seinen entscheidenden Meilenstein.
Hintergrund der bundesweiten Maßnahme ist die schrittweise Einstellung der L-Gas-Förderung in den Niederlanden, weshalb alle betroffenen Regionen in Deutschland technisch angepasst werden müssen. Im regionalen Umfeld werden einige Gebiete zu dem Termin umgestellt. Daher haben sich mehrere Stadtwerke im Gemeinschaftsprojekt „Erdgasumstellung Lippe-Weser“ zusammengetan.
Großeinsatz der Monteure im Endspurt
Die Dimensionen des Projekts sind beachtlich: Insgesamt müssen im Netzgebiet der Stadtwerke rund 12.000 Gasgeräte – von der privaten Heizung bis zur Industrieanlage – erfasst und technisch angepasst werden. In der aktuellen Hochphase sind bis zu 50 Monteure gleichzeitig im Stadtgebiet und der näheren Umgebung im Einsatz, um die Anpassungen vorzunehmen.
Die Organisation erfolgt koordiniert durch spezialisierte Dienstleister im Auftrag der Stadtwerke. Mit Erfolg: Es konnten bereits rund 3.500 Geräte erfolgreich für das neue Gas vorbereitet werden und knapp 3.000 passen sich selbständig an.
Die externen Monteure können sich mit Ausweisen der Stadtwerke Bad Salzuflen identifizieren. Aus den Anschreiben gehen außerdem wichtige individualisierte Sicherheitshinweise zur Erkennung der Monteure hervor.
Technischer Zustand der Anlagen entscheidend
Die Stadtwerke betonen, dass die technische Umstellung bei Anlagen, die sich in einem guten Wartungszustand befinden, in der Regel völlig reibungslos verläuft. Probleme treten erfahrungsgemäß fast ausschließlich bei Heizungen auf, die technische Mängel aufweisen oder nicht ordnungsgemäß instandgehalten wurden.
Besondere Aufmerksamkeit gilt Geräten, die aufgrund ihres Alters oder fehlender Kennzeichnung (z. B. fehlendes Typenschild) nicht angepasst werden können. „Wenn ein Gerät technisch nicht für H-Gas zertifizierbar ist, darf es aus Sicherheitsgründen nach der Umstellung nicht weiterbetrieben werden“, erklärt Tim Sturhahn, Projektverantwortlicher der Stadtwerke. Alle betroffenen Kunden, bei denen solche Probleme identifiziert wurden, wurden bereits mehrfach schriftlich informiert.
Wichtiger Hinweis: Mitwirkungspflicht und drohende Sperrungen
Die Stadtwerke Bad Salzuflen setzen alles daran, die Umstellung für jeden Kunden erfolgreich abzuschließen. Dennoch sind sie auf die Kooperation der Haushalte angewiesen. Kommen Besitzer ihren allgemeinen Pflichten nicht nach – etwa indem sie den Monteuren trotz mehrfacher Anschreiben keinen Zutritt gewähren oder notwendige Reparaturen an defekten Anlagen verweigern – sind die Stadtwerke gesetzlich verpflichtet, konsequent zu handeln.
Um die Sicherheit des Gesamtnetzes zum Schalttermin am 14. April 2026 nicht zu gefährden, müssen Gasanschlüsse in Problemfällen gesperrt oder in Einzelfällen sogar physisch vom Netz getrennt werden. Mit diesen notwendigen Sicherheitsmaßnahmen wird bereits ab März 2026 begonnen.
Zwischenablesung
Die Stadtwerke senden ab Mitte März Ablesekarten für eine notwendige eichrechtliche Zwischenablesung der Erdgaszähler an alle Erdgaskunden. Denn durch den Wechsel von L-Gas auf H-Gas verändert sich der Brennwert zum 14.04.2026. Der Brennwert ist in Verbindung mit dem Zählerstand maßgeblich für die korrekte Abrechnung des Erdgasverbrauchs. Der Rückversand der Karten ist für die Kunden kostenlos. Ebenfalls besteht die Möglichkeit die Daten laut Hinweisen auf der Ablesekarte online einzugeben.
Kosten und Information
Die Kosten für die reguläre Anpassung der Geräte übernehmen die Stadtwerke Bad Salzuflen. Kosten, die unabhängig von der Geräteanpassung entstehen, sind hingegen vom Kunden zu tragen. Hierzu zählen insbesondere die Behebung von Mängeln an den Gasgeräten der Kunden sowie notwendige Neuanschaffungen.
Für Rückfragen zur Erdgasumstellung und zur Terminvereinbarung stehen die Stadtwerke sowie das Informationsportal des Projekts zur Verfügung. Alle Informationen gibt es auch auf der Projekt-Website www.egu-bad-salzuflen.de.
Die Stadtwerke Bad Salzuflen bedanken sich für das Verständnis der Kunden für eine deutschlandweite Gasversorgungsmaßnahme, die nicht im Einflussbereich der lokalen Stadtwerke selbst liegt.