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Stadtwerke legen das Fundament für eine resiliente Energiezukunft

Bad Salzuflen – Die Stadtwerke Bad Salzuflen investieren in diesem Jahr rund 31 Millionen Euro, um die Energieversorgung der Stadt zu transformieren. Ziel ist eine weitestgehend unabhängige, klimafreundliche Energieversorgung, die die Stadt langfristig stabil und handlungsfähig hält. Stromnetze, Fernwärme, erneuerbare Erzeugung, Speichertechnologien und städtische Infrastruktur werden auf neue Anforderungen ausgerichtet. „Internationale Konflikte zeigen, wie verwundbar globale Energiemärkte sind. Deshalb ist es umso wichtiger, dass wir unsere Energieversorgung Schritt für Schritt regionaler, nachhaltiger und weitestgehend unabhängig gestalten“, betont Bürgermeister und Aufsichtsratsvorsitzender Dirk Tolkemitt.

Herzstück der Transformation: Innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen
Drei innovative Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen (iKWK) verbinden hocheffiziente Blockheizkraftwerke mit Großwärmepumpen und einer Power-to-Heat-Anlage. Überschüssiger Strom aus Wind und Sonne wird direkt in Wärme für Haushalte umgewandelt. Volker Stammer, Geschäftsführer der Stadtwerke, erklärt: „Wenn Wind und Sonne viel Strom liefern, können wir diese Energie unmittelbar für die Wärmeversorgung unserer Haushalte nutzen. Die lokalen Anlagen sichern nicht nur eine zuverlässige Wärmeversorgung, sie schaffen regionale Wertschöpfung und machen die Stadt unabhängiger von fossilen Brennstoffen.“

Erneuerbare Energie steigern und regionale Versorgung sichern
Durch die Fertigstellung der Anlagen soll der Anteil erneuerbarer Energien an der Wärmeerzeugung mehr als verdoppelt und auf rund 75 Prozent steigen. Über alle drei iKWK-Projekte investieren die Stadtwerke insgesamt rund 13 Millionen Euro, davon 3,4 Millionen Euro in diesem Jahr.

Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk für mehr Unabhängigkeit
Parallel wird auf dem Areal der iKWK Anlage ein Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk gebaut. Es nutzt regionale Holzabfälle und macht die Fernwärmeversorgung unabhängiger von fossilen Energien. Der Baubeginn ist für die zweite Jahreshälfte geplant. Das Investitionsvolumen für 2026 beträgt rund 750.000 Euro.

Photovoltaik und Batteriespeicher als Ergänzung zum Energiesystem
An der Bundesautobahn 2 entsteht eine große Photovoltaik-Freiflächenanlage mit einer Leistung im Endausbau von 9.160 Kilowatt, die Strom für rund 4.000 Haushalte liefern kann und direkt die iKWK-Anlagen speist. Ein geplanter XXL-Batteriespeicher mit 5.000 Kilowatt Leistung soll die Ausbeute erneuerbarer Energien weiter erhöhen und flexibel ins lokale Energie-Ökosystem einspeisen. Die Investition für die PV-Anlage beträgt zunächst 3,75 Millionen Euro.

Netze modernisieren für Wärme- und Mobilitätswende
Auch unter der Erde wird investiert: Die Fernwärme-Netzerweiterung im Gebiet Elkenbrede steht kurz vor dem Abschluss, inklusive technischer Bahnunterquerung. Die neue Strom-Ringleitung wird 9 Kilometer lang, ein Umspannwerk an der Ziegelstraße geht im späten Frühjahr ans Netz. Für Strom- und Wärmenetze investieren die Stadtwerke in diesem Jahr rund 7,5 Millionen Euro.

Grundlagen für eine flexible Energieversorgung
Im April erfolgt die Umstellung der Gasversorgung von L-Gas auf das energiereichere H-Gas – ein entscheidender Schritt für die langfristige Anbindung an die europäischen Gasnetze. Dieser Prozess, der den Übergang zu zukunftsfähigen Energieformen unterstützt, ist für die langfristige Anbindung an die europäischen Gasnetze essenziell und wurde von den Stadtwerken über Jahre hinweg vorbereitet.

Moderne Infrastruktur
Im Bega Bad werden alte Pumpen durch moderne Hocheffizienzpumpen ersetzt, die deutlich weniger Strom verbrauchen, wartungsfreundlich sind und den CO₂-Ausstoß reduzieren. Die Investitionen liegen bei 400.000 Euro, davon 40 Prozent gefördert durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz.

Im Bereich Mobilität wird das Parkhaus Altstadt modernisiert, während am Herforder Tor Leitungen verlegt, der Kanal saniert und die Fahrbahn erneuert wird.

Große Eröffnung der Festhalle Schötmar
Nach umfangreichen Modernisierungsarbeiten ist es bald endlich so weit: Die Festhalle öffnet ihre Türen und präsentiert sich als modernes Zentrum für Kultur, Events und Coworking. Am 26. April lädt die Stadt alle Bürgerinnen, Bürger und Interessierten zu einem bunten „Tag der offenen Festhalle“ ein. Von sportlichen Höchstleistungen über Jazz-Klänge bis hin zu kulinarischen Klassikern – das Programm verspricht Highlights für jede Generation.

Fundament für eine resiliente Energiezukunft
„Mit unseren Investitionen schaffen wir eine resiliente Energiezukunft: ein Energiesystem, das widerstandsfähig, flexibel, klimafreundlich und weitestgehend unabhängig ist – das Bad Salzuflen auch in unsicheren Zeiten zuverlässig mit Strom und Wärme versorgt und die Stadt langfristig handlungsfähig hält“, sagt Volker Stammer, Geschäftsführer der Stadtwerke.

Dirk Tolkemitt und Volker Stammer präsentieren die diesjährigen Investitionsschwerpunkte der Stadtwerke.

Dirk Tolkemitt und Volker Stammer präsentieren die diesjährigen Investitionsschwerpunkte der Stadtwerke.