Starkes zukunftsfähiges Stromnetz: Stadtwerke Bad Salzuflen nehmen neues Umspannwerk in Betrieb
Bad Salzuflen – Weitere Weichen für eine nachhaltige und sichere Energiezukunft in Bad Salzuflen sind gestellt: Die Stadtwerke Bad Salzuflen haben das neue Umspannwerk an der Ziegelstraße sowie die neu errichtete, rund zehn Kilometer lange Strom-Ringleitung planmäßig und erfolgreich in Betrieb genommen.
Bedingt durch den rasanten Zubau von Wärmepumpen, privaten und gewerblichen Ladeinfrastrukturen für die Elektromobilität sowie den kontinuierlichen Anschluss neuer erneuerbarer Energieanlagen steigt die Last im lokalen Stromnetz seit Jahren signifikant an. Um dieser Entwicklung vorausschauend zu begegnen und die gewohnt hohe Netzstabilität auch langfristig zu garantieren, haben die Stadtwerke in den vergangenen Jahren eines der größten Infrastrukturprojekte der jüngeren Unternehmensgeschichte realisiert.
Mit einem Investitionsvolumen von insgesamt knapp 20 Millionen Euro in den letzten 2,5 Jahren stärkt der lokale Energiedienstleister die Versorgungssicherheit damit massiv und rüstet die Strom-Infrastruktur für die steigenden Anforderungen der Wärme- und Mobilitätswende auf.
Intelligente Netzarchitektur: Neue Kabelverlegung für maximale Stabilität
Ein wesentliches Kernstück dieser Modernisierungsoffensive ist die Fertigstellung der neuen 30-Kilovolt-(kV)-Mittelspannungs-Ringleitungen. Über die letzten Jahre hinweg wurden insgesamt rund 29 Kilometer Mittelspanungs-Hochleistungskabel (30 kV und 10 kV) im Stadtgebiet verlegt, um das neue Umspannwerk Ziegelstraße eng mit den bestehenden Umspannwerken in Lockhausen und Schötmar zu vernetzen. Zuletzt wurden die anspruchsvollen Bauabschnitte im Bereich der Ziegelstraße, Biemser Straße, Fluchtstraße und Meerbrede sowie die komplexen Querungen der Eisenbahnlinie und der Bega in Schötmar erfolgreich abgeschlossen.
Das Prinzip der ringförmigen Struktur stellt für die lokale Versorgungssicherheit einen großen Schritt dar: Durch diese Ringsnetzarchitektur kann der Strom flexibel mehrere Wege nehmen. Sollte es auf einer Seite des Rings zu Bauarbeiten, Reparaturen oder einer punktuell extrem hohen Netzauslastung kommen, wird der Stromfluss automatisch und unterbrechungsfrei über die andere Seite umgeleitet. Netzstabilität entsteht hierdurch nicht mehr allein durch dickere Leitungen, sondern durch eine intelligente Vernetzung.
„Der elektrische Energiebedarf in unserer Stadt steigt durch den Wandel im Wärme- und Mobilitätssektor deutlich an“, erklärt Volker Stammer, Geschäftsführer der Stadtwerke Bad Salzuflen GmbH. „Unser Stromnetz ist das Fundament, auf dem die Energiewende vor Ort aufbaut. Indem wir frühzeitig und konsequent in diese hochmoderne Netzinfrastruktur investieren, sichern wir den Wirtschafts- und Wohnstandort Bad Salzuflen langfristig ab und schaffen die technischen Voraussetzungen für eine klimaneutrale Zukunft.“
Das neue Herzstück: Umspannwerk Ziegelstraße arbeitet im Regelbetrieb
Das neue Umspannwerk, das auf dem Gelände des ebenfalls neu entstehenden Heizkraftwerks an der Ziegelstraße errichtet wurde, hat seinen Betrieb voll aufgenommen. Die technische Ausstattung setzt neue Maßstäbe: Zwei tonnenschwere Großtransformatoren verfügen über eine maximale ausbaubare elektrische Leistung von jeweils 20.000 Kilowatt (20.000 kVA).
Die Trafos sind an die übergeordnete Spannungsebene von 30 Kilovolt angeschlossen und transformieren den Strom hocheffizient auf 10 Kilovolt herunter. Von den dortigen, hochmodernen Mittelspannungsschaltanlagen ausgehend, speisen mehrere 10-kV-Kabel den Strom direkt in das städtische Ortsnetz ein und verteilen ihn verlässlich an die Haushalte und Betriebe.
Mit dem erfolgreichen Projektabschluss demonstrieren die Stadtwerke Bad Salzuflen eindrucksvoll, wie technologische Innovation und vorausschauende Planung Hand in Hand gehen, um die Energiewende in der Region greifbar, sicher und erfolgreich zu gestalten.
Volker Stammer (Stadtwerke Geschäftsführer) und Tim Sturhahn (Gruppenleiter Netz- und Anlagenplanung) präsentieren das neue Umspannwerk.